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Garsten
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Roland Düringer
"ICH Einleben"
Tag/Zeit: Donnerstag, 17. März 2011,
20:00 Uhr
Spielort: Veranstaltungssaal
Marian Rittingerstr. 13, Garsten
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Ein Vortrag von und mit Roland Düringer

Da sitzt so ein menschliches Wesen auf einem Stein und beobachtet die vorbeiziehenden Wolken. Mehr hat es nicht zu tun. Weil es eben jetzt, in diesem Moment, seine Bestimmung ist, auf einem Stein zu sitzen und vorbeiziehende Wolken zu beobachten. Und dafür braucht es nichts. Nicht einmal einen Namen und auch kein „Ich“.

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Abertausende Jahre später ziehen noch immer Wolken am Himmel vorbei und der Stein ist noch immer der Selbe. Aber er ist leer, denn das menschliche Wesen hat jetzt einen Namen, und sein „Ich“ ist gerade auf der Suche – nach seiner Bestimmung. Und diese findet man bekanntlich nicht, indem man blöd auf Steinen herumsitzt. Diese sucht man heutzutage in der Zukunft. Dort, wo ja alles einmal besser wird.

 

Wenn dieses menschliche Wesen keine Mühen, Entbehrungen und Kämpfe scheut, wird es eines Tages mit ein wenig Glück und Fügung seine Bestimmung gefunden haben. Es wird dann auf einem Stein sitzen und die vorbeiziehenden Wolken beobachten. Weil es eben jetzt seine Bestimmung ist, auf einem Stein zu sitzen und vorbeiziehende Wolken zu beobachten. Und „Ich“ wird vergessen, dass es einen Namen hat. Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg. Manchmal dauert er EINLEBEN lang.

 

EINLEBEN kann andererseits auch in zirka 100 Minuten vorbei sein. Vorausgesetzt, man krümmt Zeit und Raum. Das werde ich gerne für Sie tun. Sprechen wir gemeinsam über EINLEBEN. Das heißt, ich spreche und Sie hören zu, es sei denn, Sie werden von mir zum Sprechen aufgefordert.

Schließlich sind Sie ja nicht im Kasperltheater, sondern befinden sich in einem Vortrag mit dem Titel „ ICH EINLEBEN“. Nicht MEINLEBEN und auch nicht IHRLEBEN sondern EINLEBEN.

ACHTUNG: Auch wenn an diesem Abend Zeit und Raum gekrümmt sind, beachten Sie bitte Beginnzeit und Ort der Veranstaltung.

 

ROLAND DÜRINGER

 

Autor, Regisseur und Volksschauspieler

 

Geboren am Weltspartag 1963.

Bis 1983 keine besonderen Vorkommnisse zu vermelden.

Seit 1983 Mitglied der Kabarettgruppe SCHLABARETT.

Seit dem habe ich alles gespielt. Vom Schuljungen bis zum Großvater, und den Löwen spiel ich auch, wenn es sein muss.

Bis 1993 noch immer nicht Gaststar in „Die liebe Familie“ gewesen.

 

Und das aus gutem Grund:

 

Mein Vater ist Beamter. Beim Bund. Beim Bundestheaterverband. Im Burgtheater. Garderober. Er zieht also die Schauspieler an und aus. Nicht irgendwelche Schauspieler – nein: Burgschauspieler! Traurig genug, wenn man nicht selbst in die eigene Hose findet. So war ich ein Protektionskind und saß bereits im zarten Knabenalter von vier Lenzen zum ersten Mal drei Reihen hinter den Brettern, die die Welt bedeuten. Lumpazivagabundus. Hörbiger, Weck und Anders. Gute zehn Jahre lang hütete ich zumindest einmal im Monat einen Regieplatz in der dritten Reihe. Danach hatte ich mich damit abgefunden, dass Schauspieler auf der Bühne unnatürlich reden, sie sich auf der Bühne nicht wie Menschen bewegen, sie mit dem Publikum kokettieren, sie nur selten Figuren differenzieren, aus lauter Angst, nicht erkannt zu werden, und Emotionen vorzuheucheln, die dann im obligatorischen Schreikrampf enden.

So beschloss ich, Maschinenbauingenieur zu werden.

 

Doch eines Tages wurde ich eines Besseren belehrt. Ein kleiner grauer Pudel betrat, umgeben von zahlreichen Barden und ebenso vielen Statisten, die Bühne. Es war ein kurzer, unfairer Kampf. Nach wenigen Sekunden war der Hund der Star der Aufführung. Hatte er die bessere Schauspielschule besucht? Hatte er mehr Bühnenerfahrung? War er bekannt durch Funk und Fernsehen? Nein. Der Hund war einfach Hund geblieben. Er spielte nicht den Hund. Er war Hund.

So beschloss ich, „Hund“ zu werden.

 

Seit etlichen Jahren stehe ich nun selbst auf der Bühne. Geschätzte 200 Mal im Jahr. Ich versuche, „Volkstheater“ im wahren Sinn dieses Wortes zu machen. Theater nicht für eine Handvoll selbsternannter Kunstinteressierter, sondern für jedermann.

Für jenes „gemeine Volk“, dem auch ich angehöre. Ich möchte meinesgleichen zum Lachen, zum Weinen, zum Ärgern, zum Nachdenken, zum.... Kurz, ich möchte mein Volk unterhalten.

 

Meine Stücke schreibe ich mir selbst, in einer Sprache, die wir alle verstehen und mit Inhalten, die uns alle betreffen. Mein Theater lebt vom Wiedererkennungseffekt: Sie lachen über Ihren Nachbarn; ihr Nachbar lacht über Sie. In Wirklichkeit lachen beide über sich selbst.

Aus Marketinggründen werden meine Stücke als „Kabarettprogramme“ verkauft. Als „Volksschauspiel“ könnte ich niemanden hinter seinem Ofen hervor-, oder besser, von seinem Satellitenspiegel fortlocken. Diesen Umstand hat sich das Theater selbst zu verdanken. Mein Theater ist in anderen Umständen.

 

Film – TV – Online

 

1994               Muttertag (Kinofilm) – Rolle: viele

1995               Freispiel (Kinofilm) – Rolle: Agenturboss Schindler
1995               Kaisermühlen-Blues (TV-Serie) – Rolle: Joschi Täubler

1998               Hinterholz 8 Regie: Harald Sicheritz – mit mehr als 600.000 Kinobesuchern

1999               MA 24/12 (TV-Sitcom Serie) Rolle: Ing. Breitfuß – Regie: Harald Sicheritz
1999               Goldene Romy für den besten österreichischen Schauspieler 1998

2000               Der Überfall (Kinofilm) Rolle: Andy – Regie: Florian Flicker

2002               Poppitz (Kinofilm) Buch: Roland Düringer und Harald Sicheritz
2002               Die Viertelliterklasse (TV-Aufzeichnung) aus dem Wiener Burgtheater

2003               MA 2412 – die Staatsdiener (Kinofilm) Rolle: Ing. Breitfuß – Buch: Alfred Dorfer

2004               C[r]ook (Kinofilm) Rolle: Belmondo – Regie: Pepe Danquart

2005               Die Viertelliterklasse (Kinofilm) Buch: R.Düringer, F.Kehrer – Regie: R.Düringer

2005               Mutig in die neuen Zeiten (TV-Serie) Rolle: Otto Hasak – Regie: Harald Sicheritz

ab 2005          mehrere Gastauftritte in Dorfers Donnerstalk

2007               Midsummer Madness - (Kinofilm) – Rolle: Karl – Regie: Alexander Hahn
2007               DARUM (Kinofilm) - Rolle: Chefinspektor Tomek – Regie: Harald Sicheritz
2007               Darsteller in Werbespots nach eigenen Ideen für Lorenz Bahlsen "Naturals"

2008               Autor und Darsteller der Kampagne für das Onlineportal „ricardo.at

2009               Der Fall des Lemming (Kinofilm) Rolle: Krotznig – Regie: Nikolaus Leytner
2009               Der wilde Gärtner (TV-Serie) Dreharbeiten in mehreren Blöcken - Regie: F. Kehrer
2009               Die Gipfelzipfler (TV-Serie) Dreharbeiten gemeinsam mit Christian Tramitz -

2010               3FALTIG (Kinofilm) Dreharbeiten – Rolle: Friedl Hanauer – Regie: Harald Sicheritz
2010               Die Gipfelzipfler (TV-Serie) Ausstrahlung ab 1.4.2010 auf ORF 1

 

Bühne

1985               Atompilz von links – Schlabarett

1986               Kultur gegen alle – Schlabarett

1987               Gott/Tod – Schlabarett nach einer Vorlage von Woody Allen

1988               Sein und Schwein – Schlabarett

1989               Rikki – erweitertes Ensemle Schlabarett nach einem Stück von Pierre Henri Cami

1990               Fröstl – Schlabarett

1991               Muttertag – Schlabarett

1992               Mahlzeit – Schlabarett (diente als Vorlage der TV-Sitcom „MA 2412“)

1994               Hinterholzacht – erstes Soloprogramm

1995               Superbolic – zweites Soloprogramm

1997               Die Benzinbrüder – drittes Soloprogramm

1999               Die Bezinbrüder-Show – zweimal ausverkauft in der Wiener Stadthalle (16.000)

1999               Regenerationsabend – ein Abend variierenden Inhalts

2001               250 ccm – die Viertelliterklasse – viertes Soloprogramm

2002               Hinterholzacht – (Wiederaufnahme für eine Spielserie)

2004               Düringer spielt Dürflinger – ein quasi Best Of als fünftes Soloprogramm

2006               Düringer ab 4.99 – sechstes Soloprogramm

2006               Einzelstück – ein Abend mit Koffer

2008               Was ihr wollt (Theater) Rolle: Sir Tobias Rülp – NÖ Landestheater St. Pölten

2009               Kasimir & Karoline (Theater) Rolle: Kasimir – NÖ Landestheater St. Pölten.

2010               IchEinleben – ein Vortrag von und mit Roland Düringer

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