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Schließlich sind Sie ja nicht im Kasperltheater, sondern befinden sich in einem Vortrag mit dem Titel „ ICH EINLEBEN“. Nicht MEINLEBEN und auch nicht IHRLEBEN sondern EINLEBEN.
ACHTUNG: Auch wenn an diesem Abend Zeit und Raum gekrümmt sind, beachten Sie bitte Beginnzeit und Ort der Veranstaltung.
ROLAND DÜRINGER
Autor, Regisseur und Volksschauspieler
Geboren am Weltspartag 1963.
Bis 1983 keine besonderen Vorkommnisse zu vermelden.
Seit 1983 Mitglied der Kabarettgruppe SCHLABARETT.
Seit dem habe ich alles gespielt. Vom Schuljungen bis zum Großvater, und den Löwen spiel ich auch, wenn es sein muss.
Bis 1993 noch immer nicht Gaststar in „Die liebe Familie“ gewesen.
Und das aus gutem Grund:
Mein Vater ist Beamter. Beim Bund. Beim Bundestheaterverband. Im Burgtheater. Garderober. Er zieht also die Schauspieler an und aus. Nicht irgendwelche Schauspieler – nein: Burgschauspieler! Traurig genug, wenn man nicht selbst in die eigene Hose findet. So war ich ein Protektionskind und saß bereits im zarten Knabenalter von vier Lenzen zum ersten Mal drei Reihen hinter den Brettern, die die Welt bedeuten. Lumpazivagabundus. Hörbiger, Weck und Anders. Gute zehn Jahre lang hütete ich zumindest einmal im Monat einen Regieplatz in der dritten Reihe. Danach hatte ich mich damit abgefunden, dass Schauspieler auf der Bühne unnatürlich reden, sie sich auf der Bühne nicht wie Menschen bewegen, sie mit dem Publikum kokettieren, sie nur selten Figuren differenzieren, aus lauter Angst, nicht erkannt zu werden, und Emotionen vorzuheucheln, die dann im obligatorischen Schreikrampf enden.
So beschloss ich, Maschinenbauingenieur zu werden.
Doch eines Tages wurde ich eines Besseren belehrt. Ein kleiner grauer Pudel betrat, umgeben von zahlreichen Barden und ebenso vielen Statisten, die Bühne. Es war ein kurzer, unfairer Kampf. Nach wenigen Sekunden war der Hund der Star der Aufführung. Hatte er die bessere Schauspielschule besucht? Hatte er mehr Bühnenerfahrung? War er bekannt durch Funk und Fernsehen? Nein. Der Hund war einfach Hund geblieben. Er spielte nicht den Hund. Er war Hund.
So beschloss ich, „Hund“ zu werden.
Seit etlichen Jahren stehe ich nun selbst auf der Bühne. Geschätzte 200 Mal im Jahr. Ich versuche, „Volkstheater“ im wahren Sinn dieses Wortes zu machen. Theater nicht für eine Handvoll selbsternannter Kunstinteressierter, sondern für jedermann.
Für jenes „gemeine Volk“, dem auch ich angehöre. Ich möchte meinesgleichen zum Lachen, zum Weinen, zum Ärgern, zum Nachdenken, zum.... Kurz, ich möchte mein Volk unterhalten.
Meine Stücke schreibe ich mir selbst, in einer Sprache, die wir alle verstehen und mit Inhalten, die uns alle betreffen. Mein Theater lebt vom Wiedererkennungseffekt: Sie lachen über Ihren Nachbarn; ihr Nachbar lacht über Sie. In Wirklichkeit lachen beide über sich selbst.
Aus Marketinggründen werden meine Stücke als „Kabarettprogramme“ verkauft. Als „Volksschauspiel“ könnte ich niemanden hinter seinem Ofen hervor-, oder besser, von seinem Satellitenspiegel fortlocken. Diesen Umstand hat sich das Theater selbst zu verdanken. Mein Theater ist in anderen Umständen.
Film – TV – Online
1994 Muttertag (Kinofilm) – Rolle: viele
1995 Freispiel (Kinofilm) – Rolle: Agenturboss Schindler 1995 Kaisermühlen-Blues (TV-Serie) – Rolle: Joschi Täubler
1998 Hinterholz 8 Regie: Harald Sicheritz – mit mehr als 600.000 Kinobesuchern
1999 MA 24/12 (TV-Sitcom Serie) Rolle: Ing. Breitfuß – Regie: Harald Sicheritz 1999 Goldene Romy für den besten österreichischen Schauspieler 1998
2000 Der Überfall (Kinofilm) Rolle: Andy – Regie: Florian Flicker
2002 Poppitz (Kinofilm) Buch: Roland Düringer und Harald Sicheritz 2002 Die Viertelliterklasse (TV-Aufzeichnung) aus dem Wiener Burgtheater
2003 MA 2412 – die Staatsdiener (Kinofilm) Rolle: Ing. Breitfuß – Buch: Alfred Dorfer
2004 C[r]ook (Kinofilm) Rolle: Belmondo – Regie: Pepe Danquart
2005 Die Viertelliterklasse (Kinofilm) Buch: R.Düringer, F.Kehrer – Regie: R.Düringer
2005 Mutig in die neuen Zeiten (TV-Serie) Rolle: Otto Hasak – Regie: Harald Sicheritz
ab 2005 mehrere Gastauftritte in Dorfers Donnerstalk
2007 Midsummer Madness - (Kinofilm) – Rolle: Karl – Regie: Alexander Hahn 2007 DARUM (Kinofilm) - Rolle: Chefinspektor Tomek – Regie: Harald Sicheritz 2007 Darsteller in Werbespots nach eigenen Ideen für Lorenz Bahlsen "Naturals"
2008 Autor und Darsteller der Kampagne für das Onlineportal „ricardo.at“
2009 Der Fall des Lemming (Kinofilm) Rolle: Krotznig – Regie: Nikolaus Leytner 2009 Der wilde Gärtner (TV-Serie) Dreharbeiten in mehreren Blöcken - Regie: F. Kehrer 2009 Die Gipfelzipfler (TV-Serie) Dreharbeiten gemeinsam mit Christian Tramitz -
2010 3FALTIG (Kinofilm) Dreharbeiten – Rolle: Friedl Hanauer – Regie: Harald Sicheritz 2010 Die Gipfelzipfler (TV-Serie) Ausstrahlung ab 1.4.2010 auf ORF 1
Bühne
1985 Atompilz von links – Schlabarett
1986 Kultur gegen alle – Schlabarett
1987 Gott/Tod – Schlabarett nach einer Vorlage von Woody Allen
1988 Sein und Schwein – Schlabarett
1989 Rikki – erweitertes Ensemle Schlabarett nach einem Stück von Pierre Henri Cami
1990 Fröstl – Schlabarett
1991 Muttertag – Schlabarett
1992 Mahlzeit – Schlabarett (diente als Vorlage der TV-Sitcom „MA 2412“)
1994 Hinterholzacht – erstes Soloprogramm
1995 Superbolic – zweites Soloprogramm
1997 Die Benzinbrüder – drittes Soloprogramm
1999 Die Bezinbrüder-Show – zweimal ausverkauft in der Wiener Stadthalle (16.000)
1999 Regenerationsabend – ein Abend variierenden Inhalts
2001 250 ccm – die Viertelliterklasse – viertes Soloprogramm
2002 Hinterholzacht – (Wiederaufnahme für eine Spielserie)
2004 Düringer spielt Dürflinger – ein quasi Best Of als fünftes Soloprogramm
2006 Düringer ab 4.99 – sechstes Soloprogramm
2006 Einzelstück – ein Abend mit Koffer
2008 Was ihr wollt (Theater) Rolle: Sir Tobias Rülp – NÖ Landestheater St. Pölten
2009 Kasimir & Karoline (Theater) Rolle: Kasimir – NÖ Landestheater St. Pölten.
2010 IchEinleben – ein Vortrag von und mit Roland Düringer
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